Eger-Elster-Leitung: Mögliche Einwände, die in einer Stellungnahme Verwendung finden können
Hier finden Sie einige Textbausteine die Sie in einer Stellungnahme zu dem Umspannwerk nutzen können.
Die geplante Größe ist unverhältnismäßig. Im Netzentwicklungsplan findet man keine Planungen, die eine Größe von 28 ha rechtfertigen.
Das Vorhaben stellt einen massiven Eingriff in Natur, Lebens und Erholungsräume dar und steht daher im Konflikt mit dem Erholungswert des Fichtelgebirges. Durch die dauerhafte Veränderung des Landschaftsbildes gehen wertvolle naturnahe Bereiche verloren, die für Biodiversität, regionale Identität und die Lebensqualität der Bevölkerung stehen.
Die großflächige Versiegelung, die technische Dominanz und die dauerhafte Veränderung des Landschaftsbildes stehen im Widerspruch zu Leitbildern des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge wie Naturerhalt, nachhaltiger Regionalentwicklung und attraktiven Erholungsräumen. Gleichzeitig beeinträchtigt es nachweislich die touristische Attraktivität, da Landschaftsästhetik, Ruhe und authentische Naturerlebnisse zu den wichtigsten Faktoren für Besucherinnen und Besucher des Fichtelgebirges zählen.
Ein Umspannwerk dieser Größe führt zu langfristigen Imageverlusten, mindert die Qualität bestehender touristischer Angebote und schränkt zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der Region erheblich ein.
Der außergewöhnlich hohe Flächenverbrauch steht in keinem angemessenen Verhältnis zu Netzentwicklungsplan und regionalen Entwicklungszielen und führt zum Verlust regionaler landwirtschaftlicher Produktionsflächen, der Einschränkung zukünftiger Nutzungsoptionen für Landwirtschaft und Kommunalentwicklung sowie einer dauerhaften Versiegelung von Böden.
Von der Planung sind das FFHGebiet „Feuchtgebiete um Selb und Großwendern“, das Naturdenkmal „Übergangsmoor Hirschloh“ sowie das Naturdenkmal „Feuchtgebiet Brünnlas“ betroffen. Diese Gebiete besitzen eine herausragende Bedeutung für Artenvielfalt und Lebensraumverbund. Eingriffe in unmittelbarer Nähe müssen daher besonders sorgfältig geprüft werden.
Transformatoren erzeugen dauerhaft hörbare Brummgeräusche, die 24 Stunden am Tag auftreten. In geräuscharmen, ländlichen Regionen ohne Industrie oder andere technische Anlagen wirken solche Dauergeräusche besonders störend und führen zu einer deutlichen Minderung der Erholungsqualität.
Die wahrgenommene Nähe zu technischen Großanlagen können Auswirkungen auf die Attraktivität von Wohnanlagen haben. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, in denen Ruhe, Naturbezug und intakte Landschaften zentrale Standortfaktoren darstellen. Hier ist eine Wertminderung von Immobilien und Grundstücken zu befürchten.
Der Bau eines Umspannwerkes erfordert häufig erhebliche Erdarbeiten, Schwerlasttransporte und Baustellenverkehr. Dies führt zur Belastung kommunaler Straßen, erhöhtem Verkehrsaufkommen über Jahre und Staub, Lärm- und Erschütterungsbelastungen während der Bauphase. Außerdem sind die Zuwegungen in den Suchbereichen nicht für einen derartigen Schwerlasttransport ausgelegt.